Für die prächtige Villa der Familie Masséna, in einem Park (im englischen Stil, mit mediterraner Bepflanzung), eingebettet zwischen der Promenade des Anglais und der Rue de France, sollte man sich etwas Zeit gönnen. Erbaut wurde sie nach den Plänen eines dänischen Architekten zur Zeit der Belle Epoque.
Eröffnet wurde das Museum 1921 und dann - nach umfangreicher Renovierung - wieder 2007. Seinen Namen hat es von dem Enkel von Napoleon Bonapartes Heerführer André Masséna, dem Politiker Victor Masséna, Fürst von Essling und Herzog von Rivoli (1836–1910), der das Gebäude im Stil italienischer Villen des Ersten Kaiserreichs erbauen ließ und als Winterwohnsitz nutzte. Sein Sohn verkaufte Villa und Park 1919 der Stadt Nizza.
Blick aus der Eingangshalle in die Rue de France
Das prunkvolle Erdgeschoss und die Ausstattung der Säle stammen vom dänischen Architekten Tersling (1857-1920) und französischen Architekten Aaron Messiah (1858–1940). Die Kunstgegenstände und Möblierung sind im Stil des Empire. Die heutige Ausstattung und Einrichtung entspricht weitgehend dem Original, wie es (sie weiter unten) alte Fotografien zeigen.
Im ersten Stock werden Skulpturen, Kunstgewerbe, Schmuck und Mobiliar der Belle Epoque gezeigt, u.a. die Totenmaske von Napoleon Bonaparte, hergestellt von dem Chirurgen Docteur Arnold, großformatige Gemälde, Genremalerei, Schlachtenbilder und das Buch Côte d’Azur, handgeschrieben von Stéphen Liégeard. ....
... eine große Sammlung von alten Nizza-(Tourismus)-Plakaten, zeitgenössischen Zeichnungen und Gemälden der Stadt, dem Stadtleben, großen Hotels, dem Strand und der Promenade ...
Nizzas ehemaliger Strand-Pavillon, Vorbild war der Pavillon in englischen Brighton, eröffnet 1883, 1944 zerstört von deutschen Truppen.
La Jetée-Promenade de Nice est un ancien bâtiment, construit sur pilotis face au jardin public en 1882 et démoli en 1944 lors de la Seconde Guerre mondiale par les troupes allemandes. Il avait une vocation ludique et touristique pour contenter les touristes anglais qui affluaient sur la Côte d'Azur. Il reprenait en grande partie l'exemple de Brighton.
Der Schloßberg, offenbar noch mit Schloß.
Durch die breite Haupt(einkaufs- und bummel)straße Avenue Jean Médecin, inzwischen Fußgängerzone, fährt seit 2007 wieder eine hochmoderne (kaum hörbare) Straßenbahn im 5-Minuten-Takt, die ganz Nizza durchquert.
Im 2. Stock bietet das Museum viel Raum für wechselnde Ausstellungen der Modernen Kunst, so sie einen Bezug zur lokalen Geschichte haben. So fand während meines Besuchs (von Februar bis zum Mai
2016) eine umfangreiche und viel beachtete Ausstellung zu dem
Bilderzyklus Vie? ou Théatre? der 1943 im KZ Auschwitz ermordeten Berliner Malerin Charlotte Salomon statt..
Nizza, Kapitel 1: Das Zentrum, die Altstadt, die Promenade des Anglais und der Marché aux Fleurs
Nizza, Kapitel 2: Schloßberg, Hafen und die Rue de France
Nizza, Kapitel 3: Das Palais Lascaris, die Nikolauskathedrale und das Musée Matisse
Nizza, Kapitel 4: Ein Riesenspass, das Musée d'Art Naive
Nizza, Kapitel 6: Mit dem Motorroller zu den Bergdörfern Tourrette-Levens und Aspremont
Nizza, Kapitel 7: Mit dem Motorroller in die Bergdörfer Saint-Paul-de-Vence und La Colle-sur-Loup
Nizza, Kapitel 8: Mit dem Train des Pignes (Pinienzapfenzug) nach Touët-sur-Var und Entrevaux
Nizza, Kapitel 9: Menton, die italienischste Stadt Frankreichs
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