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Donnerstag, 21. Januar 2016

Abenteuer Ecuador: Zu Gast bei einer ecuadorianischen Familie und bei meinen Patenkindern in einem Elendsviertel. 5 Teil, 2004.


4 Tage war ich Gast bei den Familien B. und V., deren Haus südlich der Kathedrale am Parque Seminario liegt. Hier konnte ich Spanisch sprechen (lernen), ecuadorianisch essen, der Schwiegersohn chauffierte mich 4 Tage, und die Familien bekamen all das Geld, das ich sonst im Hotel und anderswo ausgegeben hätte. 

Von rechts Oma B. (in Pink), ihre erste Tochter (Sekretärin in der Schule *) mit Mann, ihre zweite Tochter und ihre jüngste Enkelin. Vorne der ehem. Schuldirektor * und ein deutscher Student, der als Praktikant in der Schule* arbeitete.

* La escuela "Caminito de Jesús" (jetzt "Jesús de Nazareth")

Folgend noch 3 Fotos von Familienmitgliedern.




Nach einer mich beeindruckenden Fernseh-Reportage im NDR über die Gründerin der o.g. Schule, Margarita Richard, und ihr Engagement, habe ich erstmal Auskünfte über die Seriosität der Sache eingeholt. 

2001 übernahm ich zunächst die Schul-Patenschaft für den 7jährigen Jonathan und 2003 dann auch die Patenschaft für seinen 4 Jahre jüngeren Bruder Engel. Mit meiner Ecuador-Reise im Jahr 2004 wollte ich das Land, die Kultur und die Lebenssituation der Jungen kennenlernen, vor allem jedoch mir ein eigenes Bild von dem Schulprojekt und der unterstützten Familie machen.



Am 30. April 2004 wurde ich zu der Bambus/Wellblechhütte gefahren, in der die Patenkinder mit ihrer Mutter und der Großmutter lebten. Sie liegt in einem der Elendsviertel (über die ich im Ecuador-Teil 4 ausführlich berichte), in Block 7 der Coop. Bastion Popular. Auf den Fahrten in/durch diesen Slum pflegte mein Fahrer neben der Handbremse liegend eine Baseballkeule mitzuführen. 

Die Hütte, Mutter und Kinder waren für den ungewöhnlichen Gast aus Deutschland aufs Feinste herausgeputzt (Bild), Obst und Erfrischungen wurden gereicht. (Brütende Hitze und extremste Luftfeuchtigkeit - wie grundsätzlich in Guayaquil - - zum Irrewerden.) Der oben erwähnte Student/Praktikant half bei der Kommunikation. Aus Respekt vor der Lebenssituation der Familie habe ich dort weder Fotos gemacht, noch mich neugierig umgesehen (wie es sonst meine Art ist).


Das einzige Foto, das ich in diesen Besuchstagen machte, zeigt die Hütte in 2. Reihe, am Ende des Ganges. Die Mutter (arbeitslos) lebt mit ihrer Mutter (einziger Verdiener, Hilfsjob) und den beiden Söhnen in einer Situation, mit der man in der Karibik sowie in Mittel- und Südamerika immer wieder konfrontiert wird. Zwar sind 72,3 % der ecuadorianischen Bevölkerung römisch-katholisch, was die Ehemänner aber nicht im geringsten daran hindert, nachdem sie Kinder in die Welt gesetzt haben, ihre Familien zugunsten einer jüngeren Geliebten zu verlassen (und dort das 'Spiel' von vorne zu beginnen), meist ohne die gesetzlich fälligen Unterhaltszahlungen zu leisten.


Einkaufstour auf einem Markt: El tío de Alemania sorgt für neue Hosen, T-Shirts, Gürtel, Schuhe, Basecaps und (Schul)Rucksäcke für die beiden Patenkinder.


Einen halben Tag verbringe ich mit den Jungen und ihrer Mutter in einem neu angelegten Park, zu dem ein riesiger Spielplatz gehört.


Jetzt gehts ans Meer:



Mein Wunsch war, dass die Patenkinder mal einen Tag am Meer erleben. An einem Wochentag bringt uns (inklusive Oma) mein 'Chauffeur' an den zwei Autostunden von Guayaquil entfernten Strand von Salinas, am Pazifischen Ozean. In der temporada alta (Hochsaison), vom 23. Dezember bis Mitte April, soll sich das populärste Seebad des Landes in ein ecuadorianisches Rimini verwandeln. Vor allem Badegäste aus Guayaquil verbringen hier ihren Urlaub. Im Rest des Jahres ist dieser Teil der Halbinsel Santa Elena windig und der Himmel meist bedeckt. 

Ergänzung: Landschaft und Strand sind mordslangweilig, Touristen ist hier her nicht einmal ein Abstecher zu empfehlen!


Um nach 4 Wochen, in denen ich ständig von vielen Menschen umgeben war, endlich mal alleine Luft schnappen zu können, bin ich per Mietwagen noch einmal für ein paar Tage in das hübsche, gemütliche Montañita gefahren und im Hotel Montañita, direkt am Strand (Bilder, einfach, preiswert, ordentlich, Swimmingpool), abgestiegen ...





... und weiter bis nach Manta, am (2004 jedenfalls) völlig verdreckten Río Manta, zweitwichtigster Hafen und größter Fischereihafen Ecuadors, eine Art Klein-Guayaquil, Fischkonserven- und Fischmehlfabriken. 
Eng, chaotisch, wuselig - hässlich! - angeblich auch gefährlich, im Hotel abweisend-unfreundlich. Das hätte ich mir sparen können. Über Guayaquil, Quito und Amsterdam bin ich drei Tage später wieder zuhause gelandet.



Wo ich diese beiden Aufnahmen gemacht habe, weiß ich nicht mehr.







Montag, 18. Januar 2016

Abenteuer Ecuador, 4. Teil, 2004: Die Schule "Caminito de Jesús" in einem Elendsviertel von Guayaquil


In einem der zahllosen Slums, die Guayaquil, die größte Stadt Ecuadors (3,3 Mio.) wie einen dichten Gürtel umschließen, gründete die ecuadorianische Grundschullehrerin Margarita Richard (*1955) die Schule Caminito de Jesús ... eine Aufgabe - Alphabetisierung und Bildung der besitzlosen Bevölkerungsschichten - um die sich der Staat Ecuador nicht kümmert. Ob sich seit 2007, mit der Wahl des linksgerichteten Wirtschaftswissenschaftlers Rafael Correas zum Präsidenten, daran etwas geändert hat, weiß ich nicht.

Im Armenviertel Pascuales besetzte Margarita unbewohntes Land, das niemand beanspruchte und errichtete in Zusammenarbeit mit den  Einwohnern, das waren damals 600 Familien, eine Schul-Hütte aus Bambus. 1988 begann sie dort 25 Kinder zu unterrichten.

Ein Jahr später hatte sich die Zahl der Schüler verdoppelt, es wurden zwei weitere Hütten gebaut und weitere Lehrerinnen eingestellt. 1991 besuchten schon mehr als 100 Mädchen und Jungen armer Familien die Schule. Weder der Staat Ecuador, die Stadt Guayaquil, noch Nichtregierungs-Organistionen halfen oder unterstützten diese Privatinitiative mit einem einzigen Cent. Anstelledessen werden solche Projekte staatlicherseits durch immer neue behördliche Auflagen gezielt sabotiert.


Um das Schulprojekt überhaupt fortsetzen zu können, ging Margarita 1992 nach Hamburg, wo sie als Putzfrau arbeitete, Spenden sammelte, Patenschaften organisierte, 1996 eine gemeinnützige Organisation gründete - den Unterstützer-Verein Ojalá e.V. (Hoffnung) - und bewundernswerte Aktvitäten entwickelte, um medial ihr Projekt in Deutschland bekannt zu machen. Dadurch konnten im Laufe der Jahre Schulgebäude aus Stein gebaut und ausgebaut, ein Kindergarten mit Vorschule und Spielplatz eingerichtet, Lehrer, Lehrerinnen, ein Direktor und Hilfspersonal eingestellt werden ...

2007 besuchten 353 Schüler und Schülerinnen die Schule, in der 17 Lehrkräfte unterrichteten.


Die Gemeinde Pascuales besteht, wie andere Elendsviertel, aus primitiven Steinbauten, Bambus- und Wellblechhütten. "Straßen" gibt es keine, die Hygieneverhältnisse sind schlecht, Strom- und Wasserversorgung existieren weitgehend. 2007 lebten alleine in Pascuales über 40.000 Menschen, überwiegend in großer Not, Straßenkinder, die kaum zu essen bekommen und keine Bildung erhalten, extremste Arbeitslosigkeit (zumeist haben die Menschen nur miserabel bezahlte, unsichere Hilfsjobs) und - folglich - auch eine hohe Kriminalitätsrate.


Das Schulgebäude im barrio San Nicolás



Gegenüberliegend der Kindergarten mit Vorschulklasse


Die Schule, inzwischen umbenannt in Jesús de Nazareth, liegt in San Nicolás, in der Gemeinde Pasquales, etwa 17 km vom Stadtzentrum entfernt.


Vor Schulbeginn treten alle Schüler und Schülerinnen auf dem Innenhof des Gebäudekomplexes an, singen die Nationalhymne, machen Bewegungsübungen und einige führen spielerisch ein Lernthema auf. Bei meinem Besuch: Wie man sich vor Stechmücken (Malaria) schützt - siehe unten.






Nach einer mich beeindruckenden Fernseh-Reportage im NDR über die Gründerin der Schule, Margarita Richard, und ihr Engagement, habe ich zunächst Auskünfte über die Seriosität der Sache eingeholt. 

2001 übernahm ich zunächst die Patenschaft für einen 7jährigen Jungen und 2003 dann auch die Patenschaft für seinen 4 Jahre jüngeren Bruder. Mit meiner Ecuador-Reise 2004 wollte ich das Land, die Kultur und die Lebenssituation der Jungen kennenlernen, mir vor allem jedoch ein eigenes Bild von dem Schulprojekt und der unterstützten Familie machen.



Nach dem 'Morgen-Apell' ziehen die Kinder im Gänsemarsch in ihre Klassenräume.











Lernspiele im Kindergarten.




In der Pause stürmten viele Kinder freudestrahlend auf mich ein und boten mir etwas von ihrem Pausensnack (leider zumeist Süßigkeiten) an.




13 Uhr Schulschluß: Mütter und Väter stauen sich vor dem Schultor, um ihre Kinder abzuholen.










Link: Ojalá e.V. Projekt Schule "Jesús de Nazareth"

Youtube (von 2009, English version by Christopher DeYoung): Caminito de Jesus - Larg.m4v

Youtube (von 2010 von OjalaeV): Proyecto esc. "Caminito de Jesús"

Youtube (von 2012 von Gisela Kopka): Caminito 2012 corto hd 

... und zahlreiche weitere Links

Freitag, 11. Dezember 2015

Abenteuer Ecuador: In 3 Wochen durch 4 Klimazonen. 2004, 3.Teil


Blaufußtöpel auf der Isla de la Plata im Pazifik, Teil des Machalilla Nationalparks


Una gira fantástica por Ecuador: Von einem ecuadorianischen Guide geführte, alternative Gruppenreise von "viventura" mit acht jungen Leuten und zwei Sechzigjährigen. Die Reiseroute:

1. Teil, siehe Post vom 10.11.2015


* Quito 2850m, historisches Zentrum, Nationalmuseum, Panecillo Hügel, Mitad del Mundo

* Markt von Sangolqui > Nationalpark Cotopaxi, Hacienda Porvenir > Aufstieg von 3600m auf 4300m zur Schutzhütte Jose Ribas > Tierra del Volcan

* Latacunga > Vulkan und Kratersee Quilotoa > Salasaca Indiomarkt

* Baños, Thermalquellen > 69 km Radtour nach Puyo, Seilbahn  am Canyon des Rio Paztaza 

2. Teil, siehe Post vom 03.12.2015

* Puyo > botanischer Park Omaere > Fatima > Tena

* Amarongachi Lodge > Rio Napo Flußfahrt mit Autoreifenschläuchen

* Regenwald, Wasserfälle, Rafting auf dem Rio Jatunyacu > Shangrila Lodge am Rio Anzú.

* Mit dem Motor Kanu auf dem Rio Napo > Museum eines Quichua-Stammes > Amazonico > Dorf Ahuano

* Riobamba > die berühmte Eisenbahnstrecke über die Teufelsnase nach Guayaquil ist gesperrt, daher 250 km per Bus nach >

Hier beginnt der 3. Teil, Post vom 09.12.2015

* Guayaquil, Stadtzentrum, Uferpromenade, Viertel Las Peñas, Parque Historica.

* 200 km zum Badeort Montañita am Pazifischen Ozean, schwimmen & ausruhen

* Puerto Lopez > Strand von Los Frailes > Agua Blanca, Termalquelle

* Pazifik-Bootsfahrt zur La Isla de la Plata

* Ca. 15 Std. Busfahrt für 430 km von Puerto Lopez > Jipijapa > Montechristo > Manta > El Carmen > Mindo > zur Bellavista Cloudforest-Reserve und Lodge, Nebelwald

* Pululahua Krater, Quito

Für diesen Blog habe ich die interessantesten Aufnahmen und typischsten Ansichten von allen Mitreisenden und mir zusammengestellt. Im Dateinamen nenne ich die/den jeweilige/n Fotografin/en. Sollte jemand mit einer Veröffentlichung hier nicht einverstanden sein, werde ich sie auf Wunsch selbstverständlich löschen.
_____________________

* Flug (alleine) Quito > Guayaquil, 6 Tage in einer ecuadorianischen Großfamilie, Besuch meiner Patenkinder in einem Elendsviertel und der unterstützten Escuela Caminito de Jesús in einem Slum

* Im Mietwagen (alleine) von Guayaquil > erneut nach Montañita > Manta > Guayaquil > Rückflug Quito > Amsterdam > Berlin


 Santiago de Guayaquil, größte Stadt Ecuadors, und was wir dort NICHT gesehen haben


Sämtliche Fotos, die ich hier von Guayaquil veröffentliche, sind ein einziges Trugbild.

Es sind (1) Fotos aus dem Zentrum des Stadtkerns - bestehend aus einigen wenigen Straßenzügen mit moderner Architektur sowie restaurierten Kolonial- und Republikbauten - das von Wohlhabenden, Bürgern des Mittelstandes und Touristen frequentiert wird ... 

Fotos (2) der mit Millionen und Abermillionen von US-Dollars (gleich neben dem Zentrum) errichteten 2,5 km langen hypermodernen Uferpromenade Malecón 2000 (eigentlich Malecón Simón Bolívar)... 

Und Fotos (3) des ehemaligen Kolonialviertels Las Peñas, das rekonstruiert, vom Elendsviertel (favela) zum Touristen-Highlight und Party-Viertel umfunktioniert wurde (wahrscheinlich auch mit ein paar Mille).

*  Guayaquil, das sind 2,5 Millionen Einwohner, die auf 2 qkm zusammengepfercht ihr Dasein fristen. 

*  Im Ballungsraum leben sogar 3,3 Millionen Menschen.

*  Diese Menschenmassen wohnen in erschreckend gleichförmigen, trostlos wirkenden Stadtvierteln, in denen ein Baum, ein Strauch, Blumen und Grün Raritäten sind, die meisten Privathäuser versteckt hinter hohen Mauern, von der Straße her nicht einsehbar. 

*  Sie leben in riesigen tristen Elendsvierteln, die sich entlang der bis zu 12-spurigen Ausfallstraßen erstrecken und die die barrios der Innenstadt wie mit einem breiten Gürtel umklammern.

*  Sie leben, wenn sie einen Job, ein Einkommen und ein Auto besitzen, aus Angst vor der Masse der Besitzlosen, in hermetisch abgeschlossenen Wohnsiedlungen (gated communities / urbanizaciónes cerradas). 

Dieses ECHTE Guayaquil stöhnt von Januar bis Dezember unter einem extrem tropisch-schwül-stickigen Klima (Luftfeuchtigkeit bei unserem Besuch 97%; kaum hat man ein frisches Hemd angezogen, schon klebt es einem am Körper) und ist - bis auf die hier gezeigten Touristen-Vorzeige-Luxus-Orte - 
potthässlich.

Auf die REALE Guayaquil-Welt haben wir als viventura-Reisende keinen einzigen Blick werfen können (erwähnt wurde es beiläufig), und das trotz eines Reiseunternehmens, das sich ganz demonstrativ sozialen und Umwelt-Projekten und -Standards verbunden und verpflichtet fühlt. 

Am Ende unserer Gruppenreise bin ich an das Westufer des Rio Guayas zurückgeflogen, um ein paar Tage in einer ganz normalen Guayaquil-Großfamilie zu leben, um meine Patenkinder, die mit ihrer Mutter und Großmutter in einem Elendsviertel hausen, kennenzulernen und den Schulalltag in einer Favela-Schule (eine Privatinitiative, die durch Spenden aus Deutschland existiert) mitzuerleben. 

Mehr dazu in einem folgenden Post.



Blick über die schmutzig-graue Brühe, des träge dahinfließenden Rio Guayas



Das ehemalige Kolonialviertel Las Peñas, das rekonstruiert, vom Elendsviertel (favela) zum Touristen-Highlight und Party-Viertel umfunktioniert wurde.



Der Parque Seminario mit der Catedral Metropolitana de Guayaquil. Ziemlich gewöhnungsbedürftig: Mitten im Stadtzentrum, auf dem Boden, den Büschen und Bäumen des nur etwa 50 x 50 m großen Grünflecken-Parks tummeln sich Scharen von Iguanas iguana (Grüner Leguan, der kann bis zu 2 m lang werden).



Vis à vis vom Flughafen liegt der Parque Histórico Guayaquil


The first rail operation in Guayaquil was a horsecar line that Empresa del Salado opened along Av. 9 de Octubre, from Plaza Rocafuerte to a park on the Estero Salado, on 20 July 1873. Track gauge was 30 inches and the trams were built by John Stephenson Co. in New York.




Ausser einem Spaziergang durch den Park inkl. Betrachten einiger exotischer Pflanzen und Tiere, war dieser Abstecher ziemlich überflüssig.


38° C, Surferparadies Montañita am Pazifik 

170 km sind es von Guayaquil nach Montañita gut 3 Stunden im Bus. Die Fahrt auf der Küstenstraße zwischen San Pablo und Montañita bietet ein Bild landschaftlicher Trostlosigkeit. Endlos ziehen sich links und rechts der Straße die (verlassenen) Shirmpsfarmen hin. Die ecuadorianische Pazifikküste dürfte auf Jahrzehnte zerstört sein, denn sobald die Meerwasserbecken wegen Verdreckung nicht mehr benutzt werden können, läßt man diese Riesendreckslöcher in der Landschaft stehen und baut (kostengünstiger) einfach die nächste Anlage:

Weißes Gold. Shrimpszucht in Ecuador: Die einstige Delikatesse wurde zum Ramschartikel. Der Preis des billigen Luxus: Mangrovenwälder verschwinden, Fischbestände nehmen ab, Küsten werden zu Krisenregionen. 




Puerto Lopez, Nacional Parque Machalilla, Playa de Los Frailes & La Playita


Das Hostal Sol Inn, Puerto Lopez

 

Agua Blanca im Machalilla Nacional Parque
Eine schwefelhaltige Lagune, in der man baden und ein Schlammbad nehmen kann.



Tagesausflug zur Isla de la Plata


Die Isla de la Plata (Silberinsel) ist eine 14 Quadratkilometer große, unbewohnte Insel etwa 20 Kilometer vor der Küste; man spricht von "einem Hauch von Galapagos". NAJA - - - immerhin sie ist urwüchsig und naturbelassen, ABER - jedenfalls Ende April - kahl, öde, grau, trostlos... Dazu kam eine (er)drückende Schwüle. Gottseidank keine Sonne. 

Ausser Scharen von Blaufußtöpeln (die sich wie im Zoo für die umherwandernden Fotografiergruppen in Pose stellen), einigen Maskentöpel und Fregattenvögel haben wir weit und breit kein Tier gesehen. Auf meine Frage an unseren Guide "Wann ist es denn hier mal grün?" antwortete der "Jetzt".

P.S. In den Bewertungen der TripAdvisor-Community für die ganztägige Isla-de-la-Plata-Tour überschlagen sich die Besucher schier vor Begeisterung. Offenbar war ich auf der falschen Insel.


In einer vierzehnstündigen Busfahrt von Puerto Lopez, mit Zwischenstationen in Jipijapa, Montechristi und El Carmen, zum Bambus-Dom des Bellavista Cloudforest-Reserve


Montecristi ist für die Produktion der berühmten Panamahüte bekannt, in spanischsprachigen Ländern auch Jipijapa genannt, die von Hand aus dem feinen Toquillastroh des Scheibenblumengewächses geflochten werden und anschließend durch Feuchtigkeit, Wärme und Druck ihre spezifische Form erhalten. Die qualitativ hochwertigsten Hüte (Handarbeit bis zu 6 Monate pro Hut) nennt man montecristi superfino.



 Unterwegs


Der Sohn unseres ecuadorianischen Guide und unsere, auf den hinteren Bänken des Bus, gestapelten Rucksäcke, Koffer, Taschen ...


Willkommen im Regenwald-Naturschutzgebiet und Lodge Bellavista, Tandayapa. 
Der Link führt zu diesem einzigartigen Natur-Domizil und zu den Informationen, 
was man dort und in der Umgebung alles erleben kann.



Unser cooler "Schlafsaal" unterm Blätterdach. Es gibt auch jede Menge (luxuriöse) Zwei- und Mehrbettzimmer.


Der einzige bewohnte Vulkankrater Ecuadors, 25 km von Quito entfernt: Pululahua
im ersten Nationalpark des Landes und die letzte Station unserer Rundreise.


Wir nähern uns wieder der Hauptstadt Quito und dem Vulkan Cotopaxi.